Wind und Sonne im Beachvolleyball: So spielst du damit

Beim Beachvolleyball sind die Bedingungen Teil der Taktik: Wer sie am besten liest, macht Punkte, ohne den Ball zu berühren. So wählst du Feld, Aufschlag und Zuspiel.

Die Bedingungen sind ein zusätzlicher Gegner

Der Seitenwechsel alle 7 Punkte (alle 5 im Entscheidungssatz) hat einen präzisen Grund: Die beiden Feldhälften sind nicht gleich. Wind und Sonne machen eine Seite einfacher als die andere, und das Regelwerk verteilt den Nachteil, anstatt ihn zu eliminieren. Wer gut spielt, wartet nicht, bis die ungünstige Phase vorbeigeht: Er weiß, was auf beiden Seiten zu tun ist.

Die erste Entscheidung fällt vor dem ersten Aufschlag. Die Auslosung bestimmt die Wahl zwischen Aufschlag und Spielfeld: Bei starkem Wind ist die Wahl des richtigen Feldes oft mehr wert als der Aufschlag.

Mit Gegenwind spielen

Der Gegenwind bremst den Ball und lässt ihn kurz abfallen. Die Folgen:

Mit Rückenwind spielen

Es ist die Seite, die bequem erscheint, aber tatsächlich die meisten Fehler verursacht.

Seitenwind und böiger Wind

Seitenwind ist am tückischsten, weil er den Ball asymmetrisch verschiebt: Der Aufschlag muss gegen den Wind (Luv) im Verhältnis zum Ziel ausgerichtet werden, und in der Annahme ist es ratsam, sich einen Schritt näher an die Seite zu stellen, aus der der Wind weht. Die Zuspiele müssen flach gehalten werden: Ein hoher Ball bei Seitenwind ist unspielbar.

Bei Böen ist der einzige vernünftige Ansatz, flach zuzuspielen, früh anzugreifen und auf lange Flugbahnen zu verzichten. Unter diesen Bedingungen werden Spiele durch die Fehler des Gegners gewonnen: Wer den Ball im Feld hält, macht Punkte, ohne etwas Besonderes tun zu müssen.

Die Sonne

Gegen die Sonne kann man nicht ankämpfen, man muss sie nutzen. Wenn eine Seite dazu zwingt, nach oben in die Sonne zu schauen, ist der hohe und tiefe Aufschlag auf diese Seite die profitabelste Wahl, und das gilt auch für den Lob. Auf der anderen Seite, wenn du auf der ungünstigen Seite bist:

Ein Detail, das viele Nachmittagsspiele entscheidet: Wenn du dir bei der Feldwahl unsicher bist, schaue darauf, wo die Sonne in einer halben Stunde stehen wird, nicht wo sie jetzt ist.

Nasser Sand, trockener Sand

Kürzlicher Regen verdichtet den Sand: Man läuft besser, springt höher und Hechtbagger werden härter. Trockener und heißer Sand bewirkt das Gegenteil. Das ist keine Bedingung, die man passiv hinnehmen muss: Auf festem Sand zahlt sich ein kraftvoller Angriff wieder aus, auf weichem Sand ist es besser, den Ball zu legen und die Ballwechsel zu verlängern.

Wenn du ein Turnier organisierst, denke daran, dass trockener Sand am Mittag zu heiß für barfüßiges Spielen sein kann: Das Wässern des Feldes zwischen den Runden schafft Abhilfe, und das Regelwerk erlaubt es dem Schiedsrichter, Schuhe zu gestatten, wenn der Sand zu heiß oder zu kalt ist.

Die goldene Regel

Unter schwierigen Bedingungen gewinnt nicht derjenige, der besser spielt: Es gewinnt, wer bewusst weniger Fehler macht. Die Erwartungen an die Schläge herunterzuschrauben, flach zuzuspielen, mit Sicherheitsmarge aufzuschlagen und jeden zweifelhaften Ball zu spielen, sind Entscheidungen, die defensiv wirken, aber tatsächlich Punkte bringen. Der Moment für Risiko ist die Phase mit Gegenwind: Genau dort sorgt ein harter Aufschlag für das Break.

Häufige Fragen

Warum wird beim Beachvolleyball so oft das Feld gewechselt?

Weil Sonne und Wind die beiden Feldhälften unterschiedlich machen. Der Wechsel alle 7 Punkte in den ersten beiden Sätzen und alle 5 im Entscheidungssatz verteilt den Nachteil fair auf beide Teams.

Wie schlägt man bei Gegenwind auf?

Mit einer flacheren Flugbahn und einem härteren Schlag als sonst, weil der Wind den Ball bremst und kurz abfallen lässt. Das ist die Phase, in der es sich lohnt, beim Aufschlag mehr zu riskieren.

Sollte man beim Beachvolleyball das Feld oder den Aufschlag wählen?

Bei starkem Wind ist das Feld in der Regel mehr wert als der Aufschlag, da es die ersten Punkte des Satzes beeinflusst. Bei stabilen Bedingungen ist die Wahl des Aufschlags vorzuziehen.

Darf man Sonnenbrille und Kappe tragen?

Ja, das Regelwerk erlaubt sie, und auf ungeschützten Feldern sind sie sehr nützlich. Gespielt wird hingegen barfuß: Schuhe sind nur erlaubt, wenn der Schiedsrichter sie wegen zu heißem oder zu kaltem Sand genehmigt.

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